Weihnachten

Bülowsche „Nordmänner“ stehen stramm
Sturm koımte künftigen Weihnachtsbäumen nichts anhaben

aus dem Weserkurier vom 16.11.2013

Kühren (wk). Orkantief „Christian“ hat vor fast drei Wochen in Schleswig-Holstein
Wälder verwüstet, aber den Weihnachts-bäurnen konnte der Extremstunn nichts anhaben. Die kleinen Bäume boten in ihren Pflanzungen außerhalb der Wälder nur wenig Angıiffsfläche, sodass sie keine Schäden davontrugen. Auch das trug dazu bei, dass die Preise stabil blieben. Im Durchschnitt kostet eine Nordmanntanne 18 bis 25 Euro je Meter, sagte der Geschäftsführer der Landwirtschaftskammer, Peter Levsen Johannsen, gestern auf Gut Kühren (Kreis Plön) zum Start der Weihnachts-
baumsaison.
Für die Nordmanntanne entscheiden sich etwa 80 Prozent aller Käufer. Fichte,
Blaufichte und Rotfichte rangieren weit dahinter, wobei die Blaufichte derzeit wohl
eine kleine Renaissance erlebt. Insgesamt war das Wetter für die Bäume in diesem Jahr gut. Es gab kaum Spätfröste im Frühling, und der wanne Sommer schadete den „Nordmännem" nicht. Es ist die hohe Luftfeuchtigkeit im Land zwischen Nord- und Ostsee, die diese Art hier besonders gut gedeihen lässt. Die Nordmanntanne stammt aus dem Kaukasus, wo es viel regnet._
Gut 200 Weihnachtsbaum-Produzenten haben sich in Schleswig-Holstein etabliert.
Auf mehr als 2000 Hektar - das sind 20 Millionen Quadratmeter - kultivieren sie
Bäume aller Sorten und Größen, ganz überwiegend aber Nordmanntannen. Axel Graf von Bülow in Kühren gehört zu den größeren Produzenten. Um die 100 000 Bäume verkauft er jährlich, auch ins Ausland. „Es ist Knochenarbeit ", sagt Bülow zu dem Job, den 20 angeheuerte Arbeitskräfte derzeit zu bewältigen haben.